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Palau

Nach Palau kommt man nicht so einfach. Vor allem nicht als Student Missionary. Man wird nicht ganz sich selbst überlassen, Nein, man muss leider leider zu einer Vorbereitung nach Hawaii. So was dummes aber auch! J

 

Ich fliege nicht alleine, sondern habe Vanessa Neef als meine Kameradin dabei. Zwei einsame Deutsche (ok eineinhalb Deutsche) auf dem Weg nach Palau.....

 

Der Weg nach Hawaii führt uns auch nicht direkt hin. In Newark müssen wir einen eintägigen Zwischenstopp einlegen. Bis dahin muss das Gepäck noch gepackt, gewogen und verstaut werden. 2Mal 23Kg und 18Kg Handgepäck sind erlaubt.

Schon schlimm wenn einem soviel Freiheit gegeben wird, da ist die Versuchung groß VIEL VIEL MEHR mitzunehmen.

1 Kommentar 14.8.08 13:22, kommentieren

Abflug

29.07.08 Frankfurt. Man trifft sich, tauscht einige Worte aus und hofft am Check –In nicht allzu verdächtig auszuschauen. Noch läuft alles gut. Keine Träne ist bisher verflossen. Man realisiert es nicht, dass man seine Eltern und Geschwister, seine Verwandte, Freunde und Bekannt lange nicht mehr sehen wird. Ist es überhaupt so lange? Was sind denn 10 Monate im Vergleich zu 10 Jahren?

Ich bin nicht nervös, nein, eher reizt s mich endlich in den Flieger zu steigen. Die Welt erkunden z können, oder zumindest einen Teil. Eine neue Kultur, neue Menschen, neue Herausforderungen. All diese Gedanken rasen durch den Kopf um seine Entscheidung nochmals zu bestätigen. Kurz werden die Gedanken verdrängt von dem Übergewicht meines Gepäcks, aber der Mann am Schalter ist anscheinend neu und achtet nicht darauf. Glücklicherweise. J

 

Wir werden ca. 8 h nach Newark fliegen. Von Frankfurt aus geht es um halb 12 los. Sollte es eigentlich. Aber das Essen für die Passagiere kommt nicht. Nicht nur die Lufthansa streikt, sondern auch der Catering-Service, der unsere Continental- Maschine beliefert.  Zu Essen gibt es dennoch etwas: Nüsse, Cookies und lauter andere Naschereien.

 

1 Kommentar 14.8.08 13:25, kommentieren

Newark

Nach mehr als 8 Stunden und einer ziemlich gut klimatisierten Maschine sind wir da. Im gelobten Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier also soll es der Tellerwäscher zum Millionär schaffen können. Nicht jeder, aber immerhin einige gab es schon.

Einen Tag müssen wir dableiben. Zunächst müssen wir unser Hotel für eine Nacht erreichen. Eigentlich sollten wir abgeholt werden. Aber es kommt kein Shuttle Bus......Hm....

Nach einem kurzen Telefonat werden wir abgeholt. Es ist jetzt ungefähr halb 4. Und wir brauchen dringend was zu Essen. DRINGEND!!!

 

Die Damen an der Rezeption sind uns sehr behilflich und erklären uns nicht nur wo der nächste richtige amerikanische Supermarket ist, sondernauch das wir da auf keinen Fall hinlaufen können. Also wird uns ein Taxi gerufen.

Es ist wie im Film. Das Auto, der ausländische Fahrer, die Straßen, die Menschen... Die Filme sind eine perfekte Kopie, oder andersrum....?!

Schnell macht uns der Fahrer klar, dass er uns einen besonders guten Preis anbietet, wenn wir für die par Kilometer ,hin und zurück, 25 Dollar zahlen. Schnell merken wir, dass wir hätten hinlaufen können. Aber Amerikaner laufen nicht, wird mir erklärt.

Wir beschließen also den Weg zurückzulaufen, war ja nicht weit. Wir zahlen 15 Dollar. 10 Euro. Aber hey, was für ein Schnäppchen!

Im Supermarkt bin ich erst mal geschockt Was es alles gibt und nicht gibt! Es gibt zum Beispiel flüssiges Eiweiß zu kaufen, damit man beim Rührei nicht die Eier aufschlagen muss.

Es gibt tausende Sorten von Ketchup, Marmeladen und Getränke in allen möglichen Grössen. Tausend Geschmacksrichtungen und kein einziges richtiges Vollkornbrot. Deren Brot, und das ist mein ernst, kann man in einer Hand zerdrücken. Schrecklich. Ah, was es auch nicht gibt. Kleine Inhalte. Es gibt alles nur im Mittel oder Großformat. Für einen Tag ein kleines Glas Marmelade zu bekommen? Keine Chance!

Nach einem geglückten und erschrecken Einkauf (Wie kann man denn sich in diesem land überhaupt gesund ernähren?), laufen wir also zurück. Wir bestaunen die Häuser, die Autos und die riesengroßen Satellitenschüsseln.

Und verlaufen uns. (Evi war aber nicht in der Nähe)

Wir irren rum, sehen einen Laden und fragen drinnen. Ach es ist gar nicht so weit! Ok wir laufen weiter. Überqueren eine Strasse und halten schließlich ein Auto an um nochmals zu fragen. Vanessa fragt und der große schwarze Mann bietet sich an uns dorthin zu bringen. Vanessa sofort dabei und ich hinterher. Damit es zur Not 2 gegen 1 steht.

Der Mann, so Ende 20 ist seht nett. Aber spätestens nachdem er einen riesen Umweg fährt wird er mir verdächtig. Ich meine, wer kennt denn nicht all die Geschichten über Touris die sich wegbringen lassen?

Aber unsere war nicht so eine. Er bringt uns hin wir bedanken uns und denken uns, dass wir uns das Taxi hin auch hätten sparen können.

In unserem Zimmer schalten wir unseren Fernseher an, holen das essen hervor und genießen.

Da das Hotel sehr abseits liegt von allem anderen, ausser dem Supermarkt, bleibt uns nichts anderes übrig.

14.8.08 13:27, kommentieren

Abflug Newark

Ja, das Gepäck ist es dieses Mal. Ich habe zuviel. Ich muss jeweils etwa 8 pounds rausnehmen. Es wird ein Teil der Kleidung und die Bettwäsche rausgetan. Dann passt es.

Nach der Sicherheitskontrolle bestaunen wir wieder mal die amerikanische Kultur in den Läden. Die amerikanische Edition von National Geographic beinhaltet viele der Artikel der deutschen Edition. Oder Andersrum. Der Flug, wieder mit dem gleichen Essen und derselben Klimaanlage. Kurz, es ist sehr kalt, trotz Decke und Kissen.

Aber man kann ja Filme anschauen, lesen und schlafen. Es zumindest versuchen. Dieser Flug ruckelt sehr.

In Hawaii angekommen, ich weis nicht wie, aber wir wurden sofort von Keith Rodman angesprochen , der mit Pastor Juno gekommen ist um uns abzuholen.

Es ist inzwischen Mittwoch und wir werden angewiesen uns bis Sonntag Abend selbst zu versorgen. Unsere Freizeit dürfen wir selbst gestalten. Denn wir sind einige Tage früher gekommen um Hawaii besichtigen zu können. Die Vorbereitung geht erst am Sonntag los.

Aber erstmal heißt es ALOHA.

1 Kommentar 14.8.08 13:32, kommentieren

Hawaii

Waikiki Beach ist echt toll. Uns wurde der Teil vor dem Hilton Hotel empfohlen. Und ich kann es wirklich nur bestätigen. Hier ist es am besten  Momentan ist noch keine wirkliche Badesaison und so haben wir den Strand fast nur für uns alleine. Vom Wasser aus kann man den Vulkan Diamond’s Head sehen. Das Wasser ist sehr warm und der Salzgehalt ist sehr niedrig. Zumindest ist in dem Meer weniger drinnen als in dem wasser bei Kroatien.

Und einen Sonnenbrand bekommt man auch relativ schnell(Habe schon einen).Es gibt hier soviele schöne Blumen und ganz tolles SHAVE ICE!!!

Man wundert sich nur ständig über die enorme Anzahl von Autos. Hier gibt es manchmal 6 Spuren nebeneinander, meistens jedoch nur 4 oder 5. Um mit dem Auto voranzukommen muss man durch lauter 4 oder 5 –spurige Einbahnstrassen fahren.

 

Heute (Donnerstag, ein Tag später) ist Elizabeth Zörrer gekommen. Sie ist aus der Gemeinde Wien und hat ihre Matura dieses Jahr in Bogenhofen abgeschlossen.

Zusammen haben wir das größte Shoppingcenter geplündert: ALA MOANA.

Es gibt alle Preisklassen, alle möglichen Läden, ein Traum für jede Frau.....mit einer unbegrenzten Kreditkarte.

Wir ernähren uns von Taco Bell und Subway. Das Erdgeschoss führt nur Essensläden. Man kann es nicht anders beschreiben, aber in der Essenshalle herrscht wirklich ein Gefresse. Und Vegetarier sind auch nicht wirklich erwünscht. Ich wollte was beim Chinesen. Natürlich habe ich gefragt was vegetarisch ist, und füge hinzu, dass ich Vegetarier bin. Da werde ich mit großen Augen gefragt warum denn. Geantwortet habe ich eigentlich nichts. Man kommt wirklich schlecht durch als Vegetarier.

 

In Hawaii sind alle Schichten abgedeckt. Man kann es an den Autos erkennen. Die Limos, die alten Autos. Ein Stück amerikanische Kultur, nur dass es hier weit mehr Asiaten gibt als vielleicht in Little China in Amerika auf dem Festland.

 

Es ist wirklich schön hier, viele verschiedene Menschen kommen hier zusammen....

Verschieden, selbst wenn sie aus dem eigenen Land stammen..... J

 

1 Kommentar 14.8.08 13:34, kommentieren

Heute ist der 14.8.08. Seit einer Woche bin ich jetzt shcon in Palau. Mein Internet funktioniert eigentlich. Das heisst, jetzt geht es. Man musste einiges verändern um ins Internet kommen zu können, also bitte ich um Verzeihung, wenn ich nicht gleichzurückschreiben konnte. Wir sind am 7.8.08 in Palau angekommen. Es war echt unglaublich, uns haben soviele Menschen emfpangen, haben uns Blumenkränze umgehängt uns gedrückt und willkommen geheissen. Leider waren wir nur so erschöpft von dem Flug, dass wir nicht wirklich was mitbekommen haben. Wir wollten einfach alle nur ins Bett. Das Beste war dann aber, als man uns mitteilte, dass wir gar nicht in unser Apartement können. Das sei anscheinend geflutet und es müsse erstmal repariert werden. Solange das nicht erledigt ist, sollen wir in der PMA (Palau Mission Academy) schlafen. Das haben wir dann auch gemacht. Als wir am Morgen aufgewacht sind, mussten gleich sofort jetzt raus. Es war vielleicht halb neun, aber es war schon richtig heiss. Wir haben unsere Kameras gezückt und all die uns unbekanten Blumen fotgraphiert. Wir konnten von der Küche aus das Meer sehen, umgeben von tiefgrünen Bäumen des Dschungels. Man muss wirklich hierher kommen um all die Vielfalt beäugen zu können.  Kokosnüsse überrall...Einen Tag später sind wir dann baden gegangen. Es gibt hier 2 große Inseln, die durch eine große Brücke verbunden werden. Unter ihr kann man gut schwimmen. Der erste "Ausflug" als SM Familie. Das Wasser, ich ha sowas noch nie erlebt, es war warm, nein nicht nur lauwarm, richtig warm. Gar keine Abkühlung....

Am Montag (11.8.08) sind wir dann endlich in unser Apartement gezogen. Das Bad war noch immer nicht repariert. Ja und gestern, da wurde es dann richtig abenteuerlich.....

 

1 Kommentar 14.8.08 14:51, kommentieren

Mittwoch der 13.8.08

Morgen ist der erste Schultag. Wir haben die Aufgabe unsere Klassenräume herzurichten. Man soll Plakate aufhängen, putzen und vieles mehr machen, was einem so einfällt. Uns wurde gesagt, wir würden zu den Rock Islands fahren wenn alle rechtzeitig fertig wären. Die Rock Islands sind das Highlight eines jeden Ausfluges in Palau. Warum, das will ich euch erzählen: Die Bootsfahrt begann in stürmischen Regen. Wir sind par male richtig gut übers Wasser gehoppelt. Unser ziel war das Cementary Reef. Dort konnten wir schnorcheln. Es war unglaublich atemberaubend! Da waren Schwärme von bunten Fischchen und Fischen. Schwertfische waren auch da. Nelson, der Direktor der Elementary School hatte viel Brot dabei und schmiss es geau dahin, wo wir waren. Der ganze Schwarm umhüllte. Später wollte ich die Fische dazu kriegen, mir aus der Hand zu essen. Das haben sie zwar nicht gemacht, aber sie kamen mir immerhin so nah, das ich ab und zu ein zwicken spüren konnte, na ja, ein richtiges Zwicken war es auch nicht. Die Rock Islands.... keine Ahnung wie man das beschreiben soll. Es sind viele mal kleinere und mal größere Inseln. Da leben gewöhnlich keine Menschen darauf. Wenn ich es schaffe ein Bild hochzuladen, mit diesem langsamen Internet, dann werdet ihr verstehen, dass es nicht einfach ist zu beschreiben. Aber man muss es sich so vorstellen: Ein von oben bis zum Wasser begrünter Steinklotz im Wasser. Aber durch die Flut oder durch irgendwas anderes, fehlt da Stein in dem Zwischenraum von Wasser und Insel. Ok, das ist wirklich keine gute Beschreibung. Ich versuche einfach ein Bild hochzuladen. Auf jeden fall ging es dann weiter. Zu einem Strand. Da kann man mit Haien baden gehen. Riffhaie. Aber die tuen nichts. Wirklich nicht!!! Sind ganz harmlos. Es war echt krass, du bist im Wasser und plötzlich siehst du Haie. Vielleicht 5 Meter vor dir. Du weißt es ist ein Hai, und plötzlich fallen dir so einige Haigeschichten ein, die blutig geendet haben. Aber nach einigen Minuten merkt man, dass sie mehr Angst haben vor dir als du vor ihnen. Einer , der schon länger in Palau ist, hat es dann geschafft sie zu streicheln. Es hatte Flossen, ich nicht. Ch habe es aber trotzdem versucht. Ich muss mir unbedingt Flossen kaufen! Vielleicht klappts dann. Danach ging es zu den Giant Clambs. Ich hoffe ich habe es richtig geschrieben. Das sind riesige, wirklich riesige Muscheln, lebende Muscheln. Manche sind gut einen halben Meter lang, und ungefähr so breit wie mein Unterarm. Sie öffnen und schließen sich wenn man sie berührt. Sie fühlen sich ganz sanft an, nicht aber die Muschel J Man kann kaum glauben, dass diese Muschel lebt. Es hat keine sichtbaren Augen, es kann auch nicht wirklich reden.... Aber es ist ein Lebewesen Das Meer wäre nicht so schön ohne all diese verschieden Lebewesen. Da war jemand sehr kreativ. Auf dem Boot ging es dann zurück. Alle SM’s waren bei Jeri Martin eingeladen, der Direktorin der PMA. Da die Mädchen in der Stadt bei der Elementary School leben und Jeri auf der PMA lebt, mussten wir zuerst in die Stadt um uns zu duschen und so weiter. Zu erwähnen sei noch die Regenzeit in Palau. Bis Dezember ungefähr dauert die Regenzeit an. Manchmal nieselt es nur, und manchmal regnete es richtig, in Strömen. In solchen Strömen regnete es als wir ankamen bei unserem Appartement. Ich bin mit noch 5 weiteren Mädchen in einem Appartement. 3 duschten schnell und als die 4 gerade duschte hörten wir einen Knall. Dann hörten wir Wasser fließen. Die Handwerker hatten ein Loch in die Wand gehämmert um unser Bad zu reparieren. Irgendein Rohr brach und es floss in Strömen. Innen und Außen. Innerhalb von Minuten war unser Flur voller Wasser. Wir schaufelten es in die Mülleimer die wir hatten. Nelson wurde gerufen, die Handwerker und es floss und floss.... Es wurde beschlossen , dass Vanessa und ich bei Jeri duschen sollten, weil nämlich im ganzen Haus das Wasser abgestellt werden würde. Dann das nächste Problem: Stickshift. Amerikaner können keine Gangschaltung fahren. Außerdem fehlte uns ja auch der Schlüssel. Als sich dann schließlich Katie dazu entschloss und auch anderen offenbarte, dass sie den Schlüssel habe, atmeten alle anderen Amis auf. Indessen floss das Wasser in unserem Appartement weiter. Ich glaube es waren mindestens schon 10 Eimer, aber gut. Katie war also die Mutige und fuhr los. Ach ja, der Van hatte auch keine Servolenkung. Es gab ein ganz komisches Geräusch als sie startete, aber es verschwand und so hatten wir keine Sorgen mehr. Bis das Auto stehen blieb. Kein Benzin. Die Jungs hatten vergessen zu tanken. Kein Telefon. Strömender Regen aussen, 2 ungeduschte salzige etwas im Auto. Es hielten gleich Autos an, und fragten ob man denn helfen kann. Schließlich beschlossen wir, dass wir zu 4 zur Tankstelle laufen wollte und Benzin kaufen wollten. Wir liefen los und ein Auto folgte uns und überredete uns dann doch einzusteigen und uns zur Tankstelle bringen zu lassen. Erst dann merkten wir, was das für ein Weg gewesen wäre. Da hätten wir Stunden laufen können! Wir kauften das Benzin, kamen zurück, tankten das Benzin und das Auto sprang NICHT an. Der Mann bei dem wir mitgefahren waren (und seiner Frau), meinte es sei vielleicht die Batterie. Dann hörten wir die Polizei. Immer noch strömender Regen und wir dachten nur: WO sind denn die Kameras??? Sie meinten wir sollen das Auto den Berg runterrollen lassen. Das machte dann der nette Mann. Und so standen wir da. Dann ein Stimme: Hey Girls, what’s up? Es war der Mann von Jeri Martin, der gerade von der Kirche kam und nach Hause wollte. Er nahm uns mit. Während wir Benzin holen waren, hatte sich ein Mann eingefunden, der auf der PMA graduiert hatte und er hatte die PMA benachrichtigt. Also hielten wir Ausschau nach einem unser Autos. Naja, Mr Martin hupte fast jeden ihm entgegenkommenden Van. Dann kamen wir an. Konnten duschen. Bekamen etwas warmes zu essen und waren glücklich.

1 Kommentar 17.8.08 23:16, kommentieren

Mittwoch der 13.8.08

Morgen ist der erste Schultag. Wir haben die Aufgabe unsere Klassenräume herzurichten. Man soll Plakate aufhängen, putzen und vieles mehr machen, was einem so einfällt. Uns wurde gesagt, wir würden zu den Rock Islands fahren wenn alle rechtzeitig fertig wären. Die Rock Islands sind das Highlight eines jeden Ausfluges in Palau. Warum, das will ich euch erzählen: Die Bootsfahrt begann in stürmischen Regen. Wir sind par male richtig gut übers Wasser gehoppelt. Unser ziel war das Cementary Reef. Dort konnten wir schnorcheln. Es war unglaublich atemberaubend! Da waren Schwärme von bunten Fischchen und Fischen. Schwertfische waren auch da. Nelson, der Direktor der Elementary School hatte viel Brot dabei und schmiss es geau dahin, wo wir waren. Der ganze Schwarm umhüllte. Später wollte ich die Fische dazu kriegen, mir aus der Hand zu essen. Das haben sie zwar nicht gemacht, aber sie kamen mir immerhin so nah, das ich ab und zu ein zwicken spüren konnte, na ja, ein richtiges Zwicken war es auch nicht. Die Rock Islands.... keine Ahnung wie man das beschreiben soll. Es sind viele mal kleinere und mal größere Inseln. Da leben gewöhnlich keine Menschen darauf. Wenn ich es schaffe ein Bild hochzuladen, mit diesem langsamen Internet, dann werdet ihr verstehen, dass es nicht einfach ist zu beschreiben. Aber man muss es sich so vorstellen: Ein von oben bis zum Wasser begrünter Steinklotz im Wasser. Aber durch die Flut oder durch irgendwas anderes, fehlt da Stein in dem Zwischenraum von Wasser und Insel. Ok, das ist wirklich keine gute Beschreibung. Ich versuche einfach ein Bild hochzuladen. Auf jeden fall ging es dann weiter. Zu einem Strand. Da kann man mit Haien baden gehen. Riffhaie. Aber die tuen nichts. Wirklich nicht!!! Sind ganz harmlos. Es war echt krass, du bist im Wasser und plötzlich siehst du Haie. Vielleicht 5 Meter vor dir. Du weißt es ist ein Hai, und plötzlich fallen dir so einige Haigeschichten ein, die blutig geendet haben. Aber nach einigen Minuten merkt man, dass sie mehr Angst haben vor dir als du vor ihnen. Einer , der schon länger in Palau ist, hat es dann geschafft sie zu streicheln. Es hatte Flossen, ich nicht. Ch habe es aber trotzdem versucht. Ich muss mir unbedingt Flossen kaufen! Vielleicht klappts dann. Danach ging es zu den Giant Clambs. Ich hoffe ich habe es richtig geschrieben. Das sind riesige, wirklich riesige Muscheln, lebende Muscheln. Manche sind gut einen halben Meter lang, und ungefähr so breit wie mein Unterarm. Sie öffnen und schließen sich wenn man sie berührt. Sie fühlen sich ganz sanft an, nicht aber die Muschel J Man kann kaum glauben, dass diese Muschel lebt. Es hat keine sichtbaren Augen, es kann auch nicht wirklich reden.... Aber es ist ein Lebewesen Das Meer wäre nicht so schön ohne all diese verschieden Lebewesen. Da war jemand sehr kreativ. Auf dem Boot ging es dann zurück. Alle SM’s waren bei Jeri Martin eingeladen, der Direktorin der PMA. Da die Mädchen in der Stadt bei der Elementary School leben und Jeri auf der PMA lebt, mussten wir zuerst in die Stadt um uns zu duschen und so weiter. Zu erwähnen sei noch die Regenzeit in Palau. Bis Dezember ungefähr dauert die Regenzeit an. Manchmal nieselt es nur, und manchmal regnete es richtig, in Strömen. In solchen Strömen regnete es als wir ankamen bei unserem Appartement. Ich bin mit noch 5 weiteren Mädchen in einem Appartement. 3 duschten schnell und als die 4 gerade duschte hörten wir einen Knall. Dann hörten wir Wasser fließen. Die Handwerker hatten ein Loch in die Wand gehämmert um unser Bad zu reparieren. Irgendein Rohr brach und es floss in Strömen. Innen und Außen. Innerhalb von Minuten war unser Flur voller Wasser. Wir schaufelten es in die Mülleimer die wir hatten. Nelson wurde gerufen, die Handwerker und es floss und floss.... Es wurde beschlossen , dass Vanessa und ich bei Jeri duschen sollten, weil nämlich im ganzen Haus das Wasser abgestellt werden würde. Dann das nächste Problem: Stickshift. Amerikaner können keine Gangschaltung fahren. Außerdem fehlte uns ja auch der Schlüssel. Als sich dann schließlich Katie dazu entschloss und auch anderen offenbarte, dass sie den Schlüssel habe, atmeten alle anderen Amis auf. Indessen floss das Wasser in unserem Appartement weiter. Ich glaube es waren mindestens schon 10 Eimer, aber gut. Katie war also die Mutige und fuhr los. Ach ja, der Van hatte auch keine Servolenkung. Es gab ein ganz komisches Geräusch als sie startete, aber es verschwand und so hatten wir keine Sorgen mehr. Bis das Auto stehen blieb. Kein Benzin. Die Jungs hatten vergessen zu tanken. Kein Telefon. Strömender Regen aussen, 2 ungeduschte salzige etwas im Auto. Es hielten gleich Autos an, und fragten ob man denn helfen kann. Schließlich beschlossen wir, dass wir zu 4 zur Tankstelle laufen wollte und Benzin kaufen wollten. Wir liefen los und ein Auto folgte uns und überredete uns dann doch einzusteigen und uns zur Tankstelle bringen zu lassen. Erst dann merkten wir, was das für ein Weg gewesen wäre. Da hätten wir Stunden laufen können! Wir kauften das Benzin, kamen zurück, tankten das Benzin und das Auto sprang NICHT an. Der Mann bei dem wir mitgefahren waren (und seiner Frau), meinte es sei vielleicht die Batterie. Dann hörten wir die Polizei. Immer noch strömender Regen und wir dachten nur: WO sind denn die Kameras??? Sie meinten wir sollen das Auto den Berg runterrollen lassen. Das machte dann der nette Mann. Und so standen wir da. Dann ein Stimme: Hey Girls, what’s up? Es war der Mann von Jeri Martin, der gerade von der Kirche kam und nach Hause wollte. Er nahm uns mit. Während wir Benzin holen waren, hatte sich ein Mann eingefunden, der auf der PMA graduiert hatte und er hatte die PMA benachrichtigt. Also hielten wir Ausschau nach einem unser Autos. Naja, Mr Martin hupte fast jeden ihm entgegenkommenden Van. Dann kamen wir an. Konnten duschen. Bekamen etwas warmes zu essen und waren glücklich.

2 Kommentare 17.8.08 23:17, kommentieren

Donnerstag,14.8.08

Der erste Schultag war schön. Ich hatte 16 Schüler auf der Liste. 15 sind gekommen, eine der Schülerinnen hat von Anfang an nicht hingewollt, viele haben traurige Gesichter gezogen und das war nicht gerade motivierend. Ich habe sie erst mal malen lassen. Nach der Schulversammlung in der Gemeinde sind wir wieder zurück und wir haben Lieder gesungen. Mit vielen Bewegungen und das hat allen Spass gemacht.

Ich habe einige sehr aktive Kinder, einige sehr schüchterne und einige die einfach das tuen was man ihnen sagt.

Sein nennen mich Miss Martina, weil mein Nachname zu schwer ist. Aber eigentlich rufen sie immer nur:“ Teacher, Teacher!“

Ich habe sie an dem Tag sehr viel spielen lassen, damit sie sich auch ein bisschen kennen lernen.

Manchmal war es nur schwer die Kinder zu verstehen. Viele der Kinder können sehr gut englisch sprechen, aber bei anderen wiederum war ich mir nicht immer sicher ob sie mich verstanden haben.

Man muss nur viel lächeln, immer ganz viel lächeln....  und nach einer Weile lächeln sie zurück. Das ist so ungefähr der erste Schritt ihr Herz zu gewinnen.

Aber ein Mädchen war so schüchtern, dass die Mutter die ganze Zeit dabei sein musste. Gebracht hat wenig, denn schon nach kurzer Zeit ist sie raus und hat geweint, geweint, geweint. Ich konnte nicht viel machen, denn da waren ja noch die anderen Kinder. Ich habe sie die ganzen 3 einhalb Stunden nicht gesehen. Ihre Mutter war bei ihr.  Und die Kinder waren am Ende auch recht froh als sie ihren Eltern in die Arme fallen konnten.

1 Kommentar 17.8.08 23:20, kommentieren

Freitag, 15.8.08

Ja, was mache ich heute mit den ganzen Kindern? Andacht. Das schlug leider fehl. Sie können nicht wirklich zuhören. Zumindest jetzt noch nicht. Ich habe sie dann malen lassen, habe ein par Regeln aufgestellt und das war es dann erst mal. Habe wieder einige Gruppenspiele mit ihnen gespielt und viel gesungen. Am Freitag habe ich noch einen neuen Schüler bekommen. Auch schüchtern. Er wollte die ganze Zeit nicht mitmachen, nur neben seiner Mutter sitzen, neben seiner Cousine. Später kam noch sein Vater aber es hat alles nichts genützt. Aber gegen Ende, als die ganze Gruppe zusammen gespielt hat, wurden seine Auge immer größer und größer. Ich bin guter Hoffung, dass er am Montag mitmachen wird.

Das andere Mädchen aber, ist schon  nach kurzer Zeit raus und hat noch mehr geweint. War ganz arg schlimm für die Kleine. Zum Schluss habe ich allen einen Magnet-Schmetterling gegeben. Als die Kleine ihren bekommen hatte, kam sie zu mir und hat übers ganze Gesicht gestrahlt. Dann hat sich mich umarmt und hat noch mehr gestrahlt.

Ich denke sie kommen alle wieder. 

1 Kommentar 17.8.08 23:25, kommentieren